Vergangenheit


Geboren wurde Shanu auf der GBG Farm, einer Appaloosa Zucht in Frankreich.

Als Fohlen eines Appi-Hengstes und einer Engl. Vollblut-Stute erhielt sie reguläre Papiere des ApHC.

Wie ich erst letztes Jahr erfahren habe, hat sie anschliessend bei ihrem neuen Besitzer (ebenfalls in Frankreich) mit 4 jährig selber ein Fohlen zur Welt gebracht (Dusty Snow Shannon, der heute ebenfalls in der Schweiz ein Zuhause gefunden hat).

 

Dusty Snow Shannon Dusty Snow Shannon

Was danach mit ihr geschah, weiss ich leider nicht. Sie landete schliesslich bei einem Pferdehändler in der Schweiz, der sie aus einer grossen Pferdehandlung im Elsass übernommen hatte. Von hier nun war sie noch bei jemand auf Probe, wurde aber wieder zurückgebracht. 

Im April 2002 dann landete Shanu dann bei uns. Die ersten Bilder, die ich von ihr gemacht habe zeigen gut ihren Zustand von damals: Keine Muskeln, kein Fleisch auf den Rippen, grusliger Unterhals, schlechte Hufe und ein doch recht trauriger, in sich gekehrter Blick ...

Shanu April 02 Shanu April 02

Da ich in einem Freizeit-Westernstall reiten "gelernt" hatte, war es für mich selbstverständlich, Shanu im Westernstil zu reiten. Anfangs war es katastrophal, sie war steif wie ein Brett und schlug mit dem Kopf, ausserdem fand ich einfach "den Draht" zu ihr nicht.

Langsam wurde es zwar immer besser, aber der Umstand, dass es offenbar keinen passenden Westernsattel für Shanu zu geben schien (jeder der von verschiedenen Fachleuten angepassten Sättel verursachte früher oder später Probleme. Die einen waren zu eng und drückten, die anderen rutschten nach hinten), machte die Sache nicht einfacher.

Trotzdem lief es schliesslich so gut, dass wir an einigen Einsteigerturnieren teilnahmen.

 

Showmanship at Halter Showmanship at Halter
Trail Trail
Pleasure Pleasure

Im August 2004 bekam Shanu dann ein wunderschönes Falbscheck-Stutfohlen (ein ungeplantes, also Weideunfall ...). Die kleine Chelsea sah aus wie Papa:

Chelsea hat dann mit halbjährig ein schönes neues Zuhause gefunden! Sie ist dann recht heller geworden, und von ihrer Mama hat sie das Krötenmaul geerbt.

 

 

Im Laufe der nächsten Jahre sind wir vorallem durchs Gelände gestreift und haben an einigen Gymkhanas und Patrouillenritten teilgenommen. Unterdessen (im Herbst 07) habe ich (aus verschiedenen Gründen) zum Englisch-Reitstil gewechselt.

 

Ende September 2008 dann begann Shanu auf einem Ausritt im Trab vorne rechts leicht zu lahmen. Der zugezogene Hufschmied konnte keine Ursache im Huf feststellen (da Shanu immer etwas Probleme mit den Hufen, also zu flache Stellung und untergeschobene Trachten, und immer mal wieder eine Trachtenquetschung, hatte, war dies naheliegend).

Als auch nach einigen Tagen keine Besserung eintrat und Shanu nicht mehr denselben Vorwärtsdrang wie üblich zeigte, stellte der Tierarzt dann aber doch fest, dass der Schmerz aus dem Huf kam. Trachtenquetschung & Entzündung als Folge der schlechten Hufstellung und wohl einem falschen Tritt auf einen Stein war die Diagnose. Eisen weg, Hufverband und Ruhe die vorläufige Behandlung, danach empfahl er den Wechsel zu einem anderen Schmied mit Erfahrug von Problemhufen. Shanu wurde eine Woche später also mit trachtenentlastenden, herzförmigen Eisen beschlagen und es hiess nun pausieren. Vorläufig täglich 20 Min. im Schritt bewegen und Auslauf/Weide nur begrenzt, dann langsam aufbauen (nur Schritt) und das wohl den ganzen Winter lang.

Dieser Umstand liess mich unsere gesamte Situation überdenken und ich beschloss, nun endlich Grundlegendes daran zu verändern!