Philosophie


Ich habe mir schon immer Gedanken darüber gemacht, wie Reiten "aussehen" sollte. Auf jeden Fall nicht so, wie man es vielerorts sehen kann ... das Pferd muss funktionieren, es wird durch falschen Ehrgeiz oder Unwissen mit viel Kraft, allerlei "Hilfs"zügeln und übertrieben harter Disziplin in die gewünschten Form gepresst. 

Reiten als Kraftsport, als verbissene Lektionenabspulerei? Nein danke!

Reiten um mich zu beweisen? Um Schleifen und Pokale oder das Ansehen der anderen Reiter zu gewinnen? Für mich nicht interessant.

Reiten als reines Hobby, um sich zur eigenen Entspannung auf dem Rücken dieser wunderbaren Wesen durch den Wald tragen zu lassen? Auch nicht!

 

Reiten, das soll ein Miteinander sein, welches Vertrauen, Leichtigkeit, Harmonie, Respekt und Liebe ausstrahlt!!!

 

 

Auf der Suche nach eben diesem Reiten, welches mir vorschwebte, bin ich auf diejenigen Reitmeister gestossen, die sich der "Kunst" des Reitens verschrieben haben und mich mit ihren Philosophien und dem respektvollen Umgang mit den Pferden regelrecht in ihren Bann gezogen haben: Etwa Nuno Oliveira, Egon von Neindorff, Richard Hinrichs, Phillippe Karl, Marc de Broissia - und allen voran Bent Branderup.

Die Akademische Reitkust, die er vermittelt, erscheint mir als die logischste "Reitweise" überhaupt. Ziel dabei ist es, das Beste aus seinem Pferd - ganz gleich, welche körperlichen Voraussetzungen es mitbringt oder eben nicht mitbringt - herauszuholen, es stark und gesund zu machen und es bis ins hohe Alter auch so zu erhalten. Man möchte gemeinsam mit dem Pferd mehr Lebensqualität erlangen.

 

Einige schöne Zitate:

 

"Die Dressur ist für das Pferd da, nicht das Pferd für die Dressur".

Bent Branderup

 

"Reiten ist Lebenskunst. Als Lebenskünstler lebt man nicht länger, aber mehr".

Bent Branderup

 

 

"Reiten: Das Zwiegespräch zweier Körper und zweier Seelen, das dahin zielt, den vollkommenen Einklang zwischen ihnen herzustellen."

Seunig

 

 

 "Meine Pferde sind meine Freunde, nicht meine Sklaven."

Rainer Kimke

 

 

"Dominanz ist dummes Zeug. Man muss das Vertrauen der Pferde gewinnen nd mit ihnen reden."

George Theodorescu